Frage 181

Was wollte Willy Brandt mit seinem Kniefall 1970 im ehemaligen jüdischen Ghetto in Warschau ausdrücken?

Illustration, KI-generiert
Illustration, KI-generiert

Richtige Antwort

  1. Er hat sich den ehemaligen Alliierten unterworfen.
  2. Er bat Polen und die polnischen Juden um Vergebung.Richtige Antwort
  3. Er zeigte seine Demut vor dem Warschauer Pakt.
  4. Er sprach ein Gebet am Grab des Unbekannten Soldaten.

Der Kniefall war eine Bitte um Vergebung

Am 7. Dezember 1970 kniete Bundeskanzler Willy Brandt in Warschau vor dem Denkmal für die Opfer des Aufstands im jüdischen Ghetto nieder. Die Geste war nicht abgesprochen und wurde weltweit als Bitte um Vergebung für die deutschen Verbrechen an Polen und an den polnischen Juden verstanden. Sie fiel in die Zeit der Ostpolitik, für die Brandt 1971 den Friedensnobelpreis erhielt. Eine Unterwerfung unter die Alliierten war es ausdrücklich nicht. Vor dem Warschauer Pakt, dem Militärbündnis des Ostblocks, verneigte sich Brandt nicht – er kniete vor den Opfern. Und ein Gebet am Grab des Unbekannten Soldaten war es auch nicht: Dort legte er am selben Tag lediglich einen Kranz nieder.

Bildnachweis
  • Historische Szenen: Illustration, KI-generiert, Recraft V4.1, Generiert für diese App